Über uns

Konsensnonsens ist ein politischer Zusammenschluss verschiedener Menschen, die zukünftig regelmäßige, linke Theorie-Rendezvous in Potsdam organisieren möchten: Vorträge, Gedenkveranstaltungen, Diskussionsrunden, Workshops, Filme, und Partys.

Wir sehen uns in der Tradition einer linken Bewegung, die seit der Aufklärung für die Emanzipation der Gesellschaft kritisch theoretischen und praktischen Fortschritt erzielt hat. Eine Linke ist keine geschichtslose, bloß im Moment daseiende gesellschaftliche Kraft, sondern muss sich einer historischen Verantwortung bewusst sein und sich selbst als Prozess denken. Wir haben uns als Gruppe bewusst gegen einen orthodox linken Standpunkt entschieden. Dadurch bleiben wir thematisch offen und schränken unsere eigene Fähigkeit zur Erkenntnis nicht ein. Zudem wollen wir damit erreichen, dass Leute ohne Vorbehalte an unsere Gruppe herantreten können. Dabei wollen wir eine Melange aus Themen anbieten. Einstiegsthemen, für die kein Vorwissen benötigt wird und speziellere Themen, die für Interessierte weiter vertieft werden können.

Warum sind Theorie und Kritik relevant? Kommt doch lieber aus eurem Elfenbeinturm raus und kämpft mit uns auf der Straße gegen den scheiß Zerfall der Welt!

Auch in Potsdam konnten wir in den letzten Jahren eine Zuspitzung gesellschaftlicher Verhältnisse erkennen. Wir haben im Jahr 2015 mitbekommen, wie wichtig linke Interventionen sind, wenn der deutsche Staat versagt und zahlreiche Geflüchtete an fehlender Infrastruktur und mangelnder Unterstützung leiden mussten. Im Jahr 2016 stellten wir uns gefühlt wöchentlich dem verballerten Pogida- und Staatsgewalts-Mob entgegen und verzögerten damit eine Dominanz reaktionärer Gruppierungen auf Potsdamer Straßen. Jetzt im Jahr 2017 engagierten wir uns gemeinsam gegen die Verwandlung unserer Stadt in ein preußisches Abziehbildchen, das geschichtsrevisionistische Interessengruppen gerne etablieren würden. Trotz unserer Erfolgserlebnisse waren diese Jahre extrem kräftezehrend und fühlten sich oft nach bloßer Symptombekämpfung an. Dieser Ohnmacht, die tendenziell in eifriger, politischer Betriebsamkeit und Selbstausbeutung mündet, wollen wir mit theoretischer Arbeit entgegenwirken. Letztendlich ist die ausgiebige Beschäftigung mit politischer Theorie und das Äußern von Kritik für uns Gegenstand linker Praxis.

Die gesellschaftlichen Verhältnisse, in denen wir leben, sind komplex und so können auch die Texte sein, die sich damit beschäftigen. Diese theoretischen Anstrengungen wollen wir im gemütlichen, proletarischen Miteinander bewältigen!