Claude Lanzmann: »Shoah«

In den 70er Jahren baten einige Israelis Claude Lanzmann einen Film über das »Unfilmbare, Unzeigbare und Undenkbare« zu drehen. Der Regisseur gab mit »Shoah« keine Antwort auf die Frage nach dem »Warum«, der eine Art »Zwangsläufigkeit« der historischen Zäsur anhaftet. Sondern versuchte von 1974 bis 1985 Opfer, Täter und Zuschauer der Shoah in Europa und vor allem in Polen zu befragen und ihre Erinnerungen zu dokumentieren. »Shoah« zeigt nicht das Verbrechen an sich, da eine bildliche Nachstellung des absoluten Grauens undenkbar ist, sondern die Menschen, die es gesehen haben, und die Orte der Vernichtung: Treblinka, Sobibor, Auschwitz, Chelmno und Warschau. Mit dem Film beruft sich Lanzmann auf das Leben, das für ihn durch den Hass auf den Tod bestimmt wird.

Wir wollen mit euch jeden Dienstag im Februar einen Teil des Films schauen. Simone de Beauvoir merkte einmal an, dass es nicht einfach sei, über »Shoah« zu sprechen – wir würden dennoch nach den Filmabschnitten in einen Austausch über das Gesehene treten.

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Shoah – Ein Film von Claude Lanzmann
Jeden Dienstag im Februar ab 19 Uhr im KuZe Theatersaal.

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