70. Jahrestag der Staatsgründung Israels

Gestern begannen in Israel die Feierlichkeiten anlässlich des 70-jährigen Bestehens ebendieses Staates.

„Kommunist*innen“, die historische Tatsachen, wie die Shoah und neue Erkenntnisgewinne in ihrer Theorierezeption ignorieren, werden dem Wesen des Marxismus, dem „geistigen Waffengeklirr der Selbstkritik“, nicht gerecht und verunmöglichen jeglichen Fortschritt kritischen Denkens. Die grundsätzliche Verpöhnung der bürgerlichen Freiheit und ihrer Vorzüge und die symptomatische Sympathie für islamistische Befreiungsbewegung sind dabei Ausdruck einer reaktionären Betrachtung des Verblendungszusammenhangs der Gesellschaft.

Wir hingegen verstehen uns weiterhin im Sinne einer kritisch materialistischen und kommunistischen Linken als dezidiert israelsolidarisch und werden dies, wie auch die Dialektik von Emanzipation und Unterdrückung der bürgerlichen Freiheit zum zentralen Bestandteil unser Theoriearbeit machen! Da die Errichtung einer klassenlosen Gesellschaft angesichts der aktuellen reaktionären Tendenzen ziemlich aussichtslos erscheint, verhält es sich mit dem Zionismus, als vorläufig einzige Möglichkeit dem grassierenden Antisemitismus entgegenzuwirken, wie folgend die Initiative Sozialistisches Forum aus Freiburg schon meinte:

„In dieser Perspektive ist Israel der bewaffnete Versuch der Juden, den Kommunismus noch lebend zu erreichen.“

(Der Kommunismus und Israel. In: Initiative Sozialistisches Forum: Furchtbare Antisemiten, ehrbare Antizionisten. Über Israel und die linksdeutsche Ideologie. Freiburg (2002) )

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